Praktikumstour

Praktikumstour –
Zuhören und Anpacken


Mit meiner Praktikumstour möchte ich Unternehmen und Mitarbeiter aus der Region kennenlernen. Dabei begleite ich einen Tag lang die Mitarbeiter und Inhaber kleiner und mittelständischer Unternehmen in ihrem Alltag. Dabei ist mir wichtig die täglichen Herausforderungen zu erkennen und in meinen politischen Tätigkeiten einfließen zu lassen.

Handwerk hat goldenen Boden

Im Rahmen meiner Praktikumstour „Zuhören und Anpacken“ habe ich ab 6 Uhr einen Tag unter realistischen Arbeitsbedingungen dieses Mal in der Tischlerei Mario Hähnlein in Bettelhecken absolviert.

Das Sprichwort „Handwerk hat goldenen Boden“, hat für mich schon immer eine besondere Bedeutung und entspricht in vielerlei Hinsicht immer mehr der Wirklichkeit. Im Rahmen meines Tagespraktikums ging es aber auch darum, was die Handwerksbetriebe derzeit bewegt, nachdem Corona viel auf den Prüfstand gestellt hat und die Energiekrise eine Verschärfung der Lage erwarten lässt. Auftragsrückgang, Lieferschwierigkeiten von Material, Fachkräftemangel und Bürokratie waren weitere Stichworte. Mario Hähnlein war dafür genau der richtige Ansprechpartner, denn als Kreishandwerksmeister in Sonneberg steht er 400 Betrieben und acht Innungen der Kreishandwerkerschaft zur Seite. Danke für die Einblicke in diese tolle Arbeit und den ehrlichen Austausch!

Pflegepraktikum

Seit nunmehr 4 Jahren führe ich unter dem Motto „Zuhören und Anpacken – Meißner im Praktikum“ meine praxisbezogene Tour durch Betriebe, Institutionen und Ämter im südlichen Landkreis Sonneberg durch. Eine für mich unschätzbar wertvolle Bereicherung neben meiner Arbeit im Thüringer Landtag.
Meine heutige Station waren die Aiutanda Pflegebienen in Sonneberg. Hier habe ich im Rahmen einer kompletten Schicht eine Pflegefachkraft bei ihrer Arbeit beispielsweise beim Verbandswechsel und der Frühstückszubereitung begleitet. Personalmangel, Zeitdruck und Dokumentationspflichten machen den Pflegekräften in ihrem ohnehin kräftezehrenden Beruf zusätzlich zu schaffen. Durch ihren Einblick in die teilweise intimsten Lebenssituationen ist viel Empathie für die Klienten notwendig. All das hat mich heute tief beeindruckt. Danke für das Vertrauen, daran heute teilhaben zu dürfen.

…macht Schule

Natürlich kenne ich die Staatliche Berufsbildende Schule Sonneberg von vielen Besuchen, doch heute hatte ich im Rahmen meiner PRAKTIKUMSTOUR „Zuhören und Anpacken“ die Möglichkeit für den Blick hinter die Kulissen. Vor Schulbeginn erhielt ich meinen Stundenplan, der mir einen Einblick in die verschiedenen Bildungswege dieser Einrichtungen bieten sollte. So begleitete ich am heißesten Tag des Jahres die künftigen Abiturjahrgänge in verschiedenen Fächern, erlebte die Arbeit in der Metallwerkstatt von Schülern des Berufsvorbereitungsjahres, überzeugte mich von der hochwertigen Ausbildung der Industriekaufmänner und -frauen und schloss den Tag mit einer Teilnahme beim Abi-Stammtisch und einem Gespräch mit Schulleiter Steffen Werner ab. Die digitale Pilotschule machte dabei ihrem Namen alle Ehre, denn derzeit noch im Wechselunterricht konnte ich in der Praxis erleben, wie hybrider Unterricht funktionieren kann. Interessant waren auch die Experimente zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Danke an die engagierten Lehrerinnen und Lehrer und die Schülerinnen und Schüler, die ich heute begleiten durfte!

DAS TÄGLICH‘ BROT

Torten verzieren, Apfelkuchen belegen, das Verkaufsauto bestücken, Zutaten abwiegen, Bleche abwaschen, Brote einschießen, Bärentatzen und Schweineohren zubereiten sowie Verkauf – bei meinem heutigen Praktikumstag in der Bäckerei Malter gab es viel zu tun. Um bei meiner PRAKTIKUMSTOUR „Zuhören und Anpacken“ einen realistischen Einblick zu bekommen, habe ich meinen Arbeitstag um 4 Uhr in der Hauptfiliale in Effelder begonnen und wieder viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Selbstverständlich habe ich mit den Mitarbeitern auch über so manches Problem sprechen können.
Das Bäckereihandwerk ist für Mann und Frau aber nicht nur wegen der Arbeitszeiten ein anspruchsvoller Job. Dennoch kann ich es jedem nur ans Herz legen: eine tolle Arbeitsatmosphäre und sofortige Arbeitsergebnisse von Hand und mit viel Liebe gemacht. Meine Bitte: kaufen wir alle beim Bäcker um die Ecke, anstatt zu beklagen, dass es immer weniger werden!

Intensive Pflege

Pflegenotstand, Fachkräftemangel und bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte, bspw. bei der Pflegedokumentation, sind in aller Munde und bedürfen dringend politischer Lösungen. Auch die Auswirkungen des derzeit viel diskutierten Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetzes von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn waren für mich Anlass, dieses Mal die FAZMED Intensivpflegeeinrichtung am Schulgarten in Sonneberg auszuwählen. Hautnah durfte ich nachempfinden, was die 24-Stunden-Pflege eines Patienten bedeutet, der bei allem auf Hilfe angewiesen ist. Die Fürsorge und Herzlichkeit der Pflegekräfte, trotz des harten Arbeitsalltages, haben mich tief beeindruckt. Dafür müssen wir alle dankbar sein und ein besonderes politisches Augenmerk auf die Verbesserung in der Pflege haben.

Retter der Lüfte

Was war das wieder für ein eindrucksvoller Praktikumstag heute! Seit 25 Jahren starten und landen die fliegenden Retter des Christoph 60 vom DRF-Standort Suhl. Heute durfte ich als Sozialpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion von Sonnenaufgang bis Untergang das Einsatzteam bestehend aus Notarzt, Notfallsanitäter und Pilot begleiten. Dabei habe ich für meine Arbeit wieder so einiges dazugelernt. Ca. 1100 Einsätze und ca. 550 Flugstunden absolviert das dortige Team von insgesamt 3 Piloten, 3 Notfallsanitätern(HEMS TC) und 20 Notärzten und sie leisten eine hervorragende Arbeit! Sie sind einer von 4 Hubschrauber-Standorten in Thüringen mit einem jeweiligen Einsatzradius von 50 bis 70 km.

Danke für die wertvollen Einblicke und die fantastischen Ausblicke auf unseren wunderschönen Freistaat aus der Luft. Diesen Tag werde ich auch ganz persönlich nie vergessen!

Schule, Schule

Meine PRAKTIKUMSTOUR führte mich heute in die Gemeinschaftsschule Neuhaus-Schierschnitz, wo ich im Grundschulteil in Föritz die Schülerinnen und Schüler von der ersten Stunde bis zum Nachmittagshort begleitete. Das waren wieder wertvolle Eindrücke, die für meine Arbeit als Landtagsabgeordnete sehr hilfreich sind.

Amtsgerich

Dritte Station meiner Tour war heute das Amtsgericht Sonneberg. Für mich als Juristin und Mitglied im Justizausschuss des Thüringer Landtages etwas Besonderes. Einen Tag lang durfte ich Direktorin Grit Stolze in Verhandlungen, im Archiv sowie beim Gang durch alle Büros begleiten. Dabei habe ich viele engagierte (vor allem weibliche) Richter, Justizfachangestellte, Rechtspfleger und Bedienstete des Wachpersonals getroffen. Danke für die interessanten Gespräche, Erfahrungsberichte und Anregungen!

Landwirtschaft erleben

Als 2. Station meiner Praktikumstour besuchte ich heute die AGROPRODUKT Sonneberg e.G.. Nach Dienstantritt um 5 Uhr morgens waren das Melkkarussell und der Reproduktionsstall mein Arbeitsplatz. Auch hier konnte ich wieder ganz besondere bleibende Eindrücke und Erkenntnisse gewinnen. Der Landwirtschaftsbetrieb beschäftigt derzeit ca. 80 Mitarbeiter im Schichtbetrieb und ist Ausbildungsbetrieb für die Berufe Tier- und Landwirt bzw. Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik. Dort sind etwa 2650 Tiere in 9 Ställen untergebracht.

Werkstatt für angepasste Arbeit

Werkstattbeschäftigung sei nicht gleich Werkstattbeschäftigung. Für die Beschäftigten ist je nach Befähigung innerhalb der Werkstatt ein fließender Wechsel möglich. Der dafür notwendige flexible Einsatz des Betreuungspersonals gestalte sich jedoch oftmals schwierig. Wie die Landtagsabgeordnete betont, biete die WEFA nicht nur Arbeit und Betreuung im geschützten Raum, sondern berücksichtige auch das soziale Umfeld. So werden zwei Stunden pro Woche arbeitsbegleitende Maßnahmen wie Tanzen, Chor sowie Malen und Gestalten angeboten. Letzteres gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule Köppelsdorf. Darüber zeigte sich Beate Meißner besonders erfreut, denn davon profitieren alle Beteiligten.